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Wasser-Werkzeuge Paddel Das Paddel war ein wichtiges Utensiel für den Ninja, wenn er Wasserflächen überqueren musste. Im Normalfall war dies ein Bambusrohr welches am ende fächerartig aufgeschnitten war. Es gibt jedoch auch Darstellungen in welchen es ein Bambusrohr ist wo am Ende fächerartig Metallstreifen angebracht worden sind. Ukidaru Schwimmkörbe) Gemeint sind hiermit Binsenkörbe die so dicht geflochten sind das sie Wasserundurchlässig sind. Der Ninja trat mit jedem Fuß in so einen Korb und konnte sich nun mit hilfe eines Paddels über das Wasser fortbewegen. Dies war sicherlich sehr schwer und anstrengend und erforderte ein gutes Balancegefühl. Wer mag kann es ja mal ausprobieren mit zwei großen Plastikeimern, man muss nur daran denken dass die Wasserverdrängung das eigene Gewicht überschreiten muss. Mizugumo ("Wasserläufer") Gemeint sind hiermit große Holzringe die aus vier Stücken zusammengesetzt wurden und wo in der mitte ein rechteckiges Brett befestigt wurde, um den Fuß darauf zu stellen. Die Übersetztung "Wasserläufer" finde ich etwas schlecht gewählt da diese Hilfsmittel offensichtlich nicht dazu geeignet sind Wasserflächen zu überqueren. Denn man würde recht weit einsinken und könnte dann keinen Schritt mehr tun ohne direkt ins Wasser zu fallen. Denn solche einfachen Holzringe hätten viel zu wenig Auftrieb. Viel näher liegt hier die Vermutung dass es Hilfsmittel waren um Sümpfe zu überqueren ohne direkt einzusinken. So wie andere Völker Schneeschuhe/Schneeteller benutzen oder benutzten um über Tiefschnee zu laufen ohne darin zu versinken. Kameikada (Ein-Mann-Floß) Dies ist eine sehr unhandliche Konstruktion aus mehreren Holz oder Bambuslagen welche ihren Auftrieb durch vier große, luftgefüllte und natürlich dichte Vasen erhält. Aufgrund der größe und den dadurch gegebenen Konturen konnte dieses Fahrzeug nur Nachts verwendet werden. Es war ausserdem schlecht zu transportieren da es für einen weiten Transport zu schwer war. Es ist von daher zu vermuten das es nicht sehr oft zum Einsatz kam. Zur Fortbewegung wurde ein oben beschriebenes Paddel zur Hilfe genommen. Kyobako-fune Dies ist eine Art Faltboot welches von den Ninja verwendet wurde. Zusammengebaut ist es eine Holzkiste mit wasserdichtem Fellüberzug. Dieses Boot ist leichter zu transportieren, und auch nicht so groß und sperrig wie das Kameikada und wurde von daher warscheinlich öfter eingesetzt. Auch hier wurde ein Paddel genommen um das Faltboot zu bewegen. Mizukaki Dieses Hilfmittel ist mit den heutigen Taucherflossen zu vergleichen. Sie halfen dem Ninja unter Wasser große strecken schnell zurück legen zu können. Gefertigt wurden diese vorläufer der Flossen aus Leder. Dieses "Verschwinden im Wasser" trug zu dem Aberglauben bei dass die Ninja unter Wasser leben könnten. Denn alleine die Tatsache das sie überhaupt Schwimmen konnten war damals nicht selbstverständlich. Wer also so große strecken so schnell unter Wasser zurück legen konnte, musste also dort Leben können, zumindest war es die Ansicht der damaligen Bevölkerung. "Schnorchel" Wie die heutigen Schnorchel nutzten auch die Ninja hohle Rohre um unter Wasser zu atmen. Dies konnten Schilfrohre sein oder auch Schwertscheiden mit einem Loch am unteren Ende oder der Stiel von Tabakspfeifen. In den meisten Fällen wurden jedoch ausgehöhlte Bambusrohre verwendet. Zu Beachten ist hier dass es von dem Durchmesser des Rohres abhing ob der Ninja sich nur im Wasser verstecken oder auch davon schwimmen konnte. Denn durch ein dünnes Rohr bekommt man nicht die Menge an Sauerstoff die der Körper braucht um die Muskeln beim schwimmen zu versorgen. Kletter-Werkzeuge
Leitern Die Leitern welche, die Ninja benutzten waren sehr unterschiedlich, je nach Situation und Gegebenheiten angepasst. Die verwendeten Materialien waren Holz, Bambus, Seil und Metall. Aus Metall waren in der Regel nur die eventuell vorhandenen Haken mit welchen die Leitern an Mauern etc. befestigt wurden. Starre Leitern die durchgehend aus Holz oder Bambus gefertigt waren wurden meist nur zum Hinabsteigen (von Mauern etc.) oder bei Operationen größerer Gruppen genutzt. Bei letzteren erkletterte der erste Ninja die Mauer und befestigte dann die Leiter so das der Rest schnell und gefahrlos folgen konnte. Leitern die größtenteils aus Seil bestanden besassen meist einen Wurfhaken an einem Ende der, geschickt geworfen, immer irgendwo halt fand. Ippon-sugi-nobori Dies war ein realtiv kurzes Seil welches an jedem Ende eine Schlaufe oder einen Metallring hatte, in der mitte des Seiles war eine Art Walze (Rolle) angebracht die mit Dornen versehen war. Mit hilfe dieses Utensiels war es den Ninja ein leichtes auch dicke Bäume, welche mann nicht so einfach erklimmen kann, zu erklettern. Seile / Seile mit Wurfhaken Seile waren eines der Haupthilfsmittel der Ninja, und das nicht nur beim Klettern (z.B. auch zum Fesseln eines Gegners). Da ein einfaches Seil schwer an einer unzugänglichen Stelle befestigt werden konnte wurde sie häufig an einem Ende mit einem Wurfhaken versehen. Dieser konnte dann gut geworfen werden da er auf Grund seines Gewichtes auch recht genau flog. Jeder der schonmal ein Seil hochgeklettert ist weiss dass dies sehr anstrengend sein kann und kann sich vorstellen das es um so schwerer wird je dünner das Seil ist. Um sich dies zu erleichtern, um Kräfte zu sparen und schneller zu sein wurden oftmals in bestimmten Abständen Knoten in die Seile gemacht. Denn an diesen Knoten fanden nicht nur die Hände besseren Halt, sondern konnten die Ninja solch ein Seil wie eine Leiter nutzten da sie durch die besondere Form der Tabis in der Lage waren das Seil zwischen die Zehen zu nehmen und sich auf die Knoten zu stellen. Kletter-/Wurfhaken Hier muss man zwischen zwei Formen Unterscheiden, einmal gibt es die klassische Ankerform, des weiterne gibt es auch noch die Rechenform(siehe unten). Meist waren es einfach bis dreifach Haken, beim Rechen sind jedoch auch mehr Krallen möglich. Kumade (Rechen) Dieser Rechen besass 4-5 lange Metallkrallen, diese waren an einem Metallring befestigt welcher an Seilen oder Leitern befestigt werden konnte. Auch leistete diese "Kletterhilfe" gute dienste im Nahkampf, der Ninja war hiermit durchaus in der Lage seinem Gegner den Bauch von oben bis unten aufzuschlitzen. Tekagi / Schuko Hierunter müssen wir uns ein Metallband vorstellen welches über die Hände/Handgelenke gezogen wurde und an der Innenseite mit Metalldornen besetzt war. Dieses war einerseits ein gute Kletterhilfe da man mit diesen Dornen auch in der kleinsten Vertiefung in einer Mauer halt fand oder sie in das Holz eines Baumes oder von Gebäuden schlagen konnte. Andererseits leistet auch dieses Werkzeug im Kampf gute Dienste, hiermit war es sogar möglich Schwerthiebe mit der Hand zu parieren. Eine ähnliche Konstruktion gab es auch für die Füße, diese Dornen wurden unter die Tabis gebunden und erleitertem den Träger das Klettern. Weitere Werkzeuge folgen ...irgendwann :-) |
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